Zwangsentrechtung

Älter werden in Österreich: Zwangsentrechtet und ab ins Pflegeheim!

Einige Fälle der letzten Jahre, welche nur allzu deutlich vor Augen führen, wie Menschenrechte, Familienrechte, Gesetze, diverse Vorsorgevollmachten und vor allem der Wille unbescholtener BürgerInnen und SteuerzahlerInnen missachtet werden:

>Pflegetod der Anna Maria Hammer kommt ins Parlament

(Wien, im Februar 2014) Berichte zum Fall Hammer machen Anna Maria Hammer nicht mehr lebendig. Sie starb 2013 im Alter von 81 Jahren in einem Spital. Angesichts der Umstände sollte man aber nicht zur Tagesordnung übergehen, wie sich die Verantwortlichen im Niederösterreichischen Krankenanstaltenverbund das einfach vorstellen. ( … )

Den Fall brachten nun die beiden Menschenrechtsaktivisten und Sonderermittler Gebhard Fidler und Johann Branis ins Parlament. Sie sammelten zwei Jahre lang Material, begleiteten den Fall seit über zwei Jahren und sind nun selbst Gejagte: Bei beiden stattete die Polizei im Auftrag der Kremser Staatsanwaltschaft einen Besuch ab. Hintergrund: Anna Maria Hammer hatte dem Verein des Fidler 2012 eine “Vorsorgevollmacht” unterschrieben, damit sich dieser aktiv um ihre Rechte kümmert, die sie durch eine Besachwalterung verlieren kann. Es gab später einen amtlichen Sachwalter, der sich um rein gar nichts kümmerte, selbst die eigene Tochter, eine Ärztin, wurde durch die niederösterreichische Betonkopf-Bürokratie übergangen. Das Engagement durch Fidlers Verein war den Behörden in Niederösterreich ein Dorn im Auge. Sie wollten keine “Einmischung” von außen. Mit konservativem Brustton der Überzeugung “gestatteten” sie das nicht. Nun ist Frau Hammer tot. Gestorben nach nur wenigen Monaten im Pflegeheim.

Die Parlamentarische Anfrage hat interessante Beilagen (221 Seiten insgesamt), unter anderem ein Hinweis auf eine Studie, wonach in Deutschland die Hälfte der Altenheimbewohner an Mangelernährung leiden. Grund sei dort der Mangel an Zeit und Personal. (Zitiert nach Tageszeitung “Die Welt”, 11. September 2009)

Unterernährung im Pflegeheim

Zusammenfassend kann man sagen, dass Anna Maria Hammer an mehreren Dingen gestorben ist. Zitiert wird der Text der Parlamentarischen Anfrage vom 29. Jänner 2014, die der Verein des Gebhard Fidler verfasste und von Parlamentariern sowohl an den Justizminister Brandstätter als auch an die niederösterreichische Innenministerin Mikl-Leitner gerichtet wurde: “Die betagte Frau bekam aufgrund von Diabetes ständig Insulin überdosiert verabreicht und wurde so bettlägrig gemacht (aufgrund des Fett- und Muskelabbaus hatte sie letztlich einem BMI von nur mehr 16,5). Frau Hammer bekam zu wenig Flüssigkeit, was zu ständig ausgetrockneter Mundschleimhaut bis weit in den Kehlkopf und in die Speiseröhre führte, sehr schmerzhaft war und schließlich zum Sprachverlust führte. Sie lag stundenlang in ihren Exkrementen, was zu Entzündungen und einem Ganzkörperpilz führte. Weiters hatte sie ständig blutig-eitrige, fieberhafte Harnblasenentzündung, eine unbehandelte Lungenentzündung und ebenfalls unbehandeltes Herz- und Lungenwasser und Liegedruckgeschwüre. Die Mangelernährung (200-500 kcal täglich direkt in die Vene) führte zu grünem Hungerstuhl.”

Eilfertige Besachwalterung

Im Zentrum der Kritik des Fidler-Vereins steht aber gleichermaßen die Verhängung einer Sachwalterschaft. Der Fidler-Verein macht seit Jahren gegen leichtfertig verhängte Sachwalterschaften mobil. Im Text der Parlamentarischen Anfrage: “Als Frau Hammer medizinisch bedingt ins Landesklinikum Waidhofen eingeliefert wurde, erstattete dieses Anzeige wegen grober Vernachlässigung und regte die Bestellung eines Sachwalters an, was schließlich auch mit Bestellung der einstweiligen Sachwalterin Mag. Seidl (FH) erfolgte.” Die Analyse des Vereins lautet nun: Das Gutachten, das zur Sachwalterschaft führte, sei “gefälscht bzw. fachlich fragwürdig”, da die “mutmaßliche festgestellte Demenz” durch eine “lebensbedrohliche Exsikkose, eine Auswirkung der medizinischen Betreuung, bewirkt” worden sei. Eine künstlich herbeigeführte Demenz kann zum Beispiel bei einer Insulin-Überdosierung entstehen (Fata Morgana-Syndrom). Der Verein wirft dem Pflegeheim Litschau vor, dass dieses zu viel Insulin verabreicht hätte, um die Patientin bettlägrig zu machen und vor ihr eine Ruhe zu haben. Die Überdosierung hatte wiederum, so der Verein, Abmagerung zur Folge.

Vorsorgevollmacht missachtet

Der Verein des Gebhard Fidler unterstützte zwei Jahre die Tochter der Anna Maria Hammer mit rechtlicher Beratung und trat in eine zivilgesellschaftliche Vermittlerfunktion ein. Man nutzte auch das Instrument der vom Justizministerium empfohlenen so genannten “Vorsorgevollmacht”. Frau Anna Maria Hammer entschied, dass der Verein des Gebhard Fidler sie vertreten solle und letztlich, und das ist die Essenz des ganzen Streits, haben die Verantwortlichen im Pflegeheim Litschau die Vorsorgevollmacht net amal ignoriert. Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht. Hingegen verwies das Pflegeheim die Tochter der Anna Maria Hammer des Hauses, entzog ihr alle Vertretungsbefugnisse und dem Verein sowieso. Man wusste in Litschau alles besser. Ein paar Wochen nach der stationären Aufnahme im LKH Waidhofen starb Anna Maria Hammer. Überspitzt gesagt, muss man sagen: Litschau hat sie totgepflegt. ( … )

Untätige Sachwalter

( … ) Im Anfragetext des Parlaments vom 29. Jänner 2014 heißt es: “Trotz Kenntnis der medizinischen Notwendigkeit kümmerte sich weder die einstweilige Sachwalterin Mag. Seidl (FH), noch der Landessachwalterverein Zwettl um den Fall Hammer. Auch das Bezirksgericht Gmünd (Richterin Dr. Carina Noé-Nordberg) weigerte sich, ohne Sachwalterakt Schritte einzuleiten. Allerdings ist der Sachwalterbeschluss (durch Richter Dr. Rainer Brandstätter am Bezirksgericht Waidhofen/Thaya) als gesetzeswidrig anzusehen, da Frau Hammers Tochter eine Vorsorgevollmacht hatte und es eine weitere Generalvollmacht für ihren Rechtsanwalt Dr. Gerhard Koller gab. ( … )

Der aktuelle Fall eines Pflegeskandals, jener aus dem Pflegeheim Litschau, liegt nun im Parlament. Was man von der Innenministerin Johanna Mikl-Leitner an Stellungnahmen erwarten kann? Die enge Vertraute des Landeshauptmannes Erwin Pröll wird nicht viel äußern. Neo-Justizminister Wolfgang Brandstetter trat mit großen Plänen ins Amt. Ob er sich in schwebende Ermittlungen einmengen wird? Parlamentarische Anfragen haben eine durchschnittliche Beantwortungsphase von zwei Monaten. Das Ergebnis wird man Anfang April 2014 zu lesen bekommen.< (Wien Extra, 2. 2. 2014)

2 Antworten zu ‚Pflegetod der Anna Maria Hammer kommt ins Parlament‘

Charlotte schreibt (4. Februar 2014 um 09:34):

Solche Geschichten sind typisch für NÖ! Auch in unserem Vernachlässigungsfall wurden wir vom Opfer zu Tätern gemacht und hinter unserem Rücken wurde versucht, die Sachwalterschaft für unsere Tochter an so jemand übertragen zu wollen, der “mit den Einrichtungen kooperiert” – irre ist das!!

Martin Stiglmayr schreibt (4. Februar 2014 um 09:54):

Vielen Dank für diesen Beitrag! Traurig, schrecklich, furchtbar – aber ich kenne einige derartige Berichte aus meiner Zeit als Leiter des Bürgeranwaltsbüros. Die Sachwalterschaftspraxis in Österreich gehört massiv hinterfragt. Und das BG und LG Krems sowie die dort ansässige StA gehört aus meiner Sicht einmal gründlich untersucht. Der angeführte Staatsanwalt ist mir persönlich bekannt und … tja, es sagt eh alles. Es ist ganz typisch für Österreich, dass die, die Missstände aufzeigen, verfolgt werden! Unfassbar! Ich hoffe sehr, dass Fidler und Branis diesen Sumpf trocken legen.

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>Mich wundert gar nicht, dass Wien die Entscheidungsfindung ablehnt, wo kämen wir da denn hin? Da wären doch die Kanzleien, die sich hunderte Besachwaltete vom Gericht zuweisen lassen, ihrer Pfründe beraubt. Als betroffene Angehörige, die seit zwei Jahren rechtlos zusehen muss, wie die Mutter vom Sachwalter schlecht betreut wird, wie ihr die Informationspflicht verweigert wird, wie der Sachwalter unfähig ist, Telefonrechnungen vom richtigen Konto abbuchen zu lassen, das Auto monatelang nicht abmeldet, obwohl im Besitz der Papiere, und der Mindestrentnerin dadurch noch Mahn – und sonstige Spesen verursacht (Strafmandat und Abschleppkosten), fordere ich scharfe Kontrollen.

Der letzte Streich dieses Herrn war, die Mutter überfallsartig vom Fonds „Soziales Wien“ besuchen zu lassen, um sie in ein Heim abzuschieben – gegen ihren Willen, ohne jede Vorinformation und selbstverständlich ohne mich als Tochter zu informieren. Der Fonds wusste zwar, dass er kein Recht zu einer Ortsverlegung hat, kam aber trotzdem, und zwar ohne, dass eine Vertrauensperson anwesend sein konnte. Solange in Wien solche Zustände herrschen und man den Eindruck gewinnt, dass Gesetze gebrochen werden und die Behörden zusehen, um sich billig in den Besitz von Autos und Eigentumswohnungen zu bringen, wird sich da nicht viel ändern. Mit dem Auto meiner Mutter fährt jetzt der ehemalige Sozialarbeiter und wer weiss, vielleicht braucht ein anderer Mitarbeiter der Kanzlei Beck jetzt eine Wohnung? Man sollte schleunigst wieder eine Obergrenze der Betreuungsfälle anordnen bzw. überprüfen, wie mehrere hundert Klienten in Wirklichkeit betreut werden und nicht tatenlos zusehen wie alte Menschen gequält werden. ( … )< (Bizeps, Kommentar von Alice S. zu ‚Modellprojekt „Unterstützung zur Selbstbestimmung (Clearing Plus)“ soll im März 2014 starten‘ vom 27. 1. 2014)

Weitere Fälle:

Herr Johann K. (Name bekannt) aus Wien, ein intelligenter und rüstiger älterer Herr, kämpfte viele Monate um seine langjährige Lebensgefährtin Frau F.. Sie wurde ihm von deren Sachwalter brutal entrissen und unter Missachtung einer notariell beglaubigten Vorsorgevollmacht in ein Pflegeheim zwangsdeportiert. Zu Hause lief alles bestens – es kam Pflegepersonal, um Herrn K. zu entlasten und Herr K. besorgte das Restliche. Alles hätte so weiter gehen können, wäre nicht einige Monate zuvor eines Tages ein wildfremder ‚Dr. Zimmermann‘ in das Krankenhaus gekommen, wo sich die Lebensgefährtin von Herrn K. damals befand. Er beantragte die Sachwalterschaft über sie – und ward danach nie mehr gesehen. Ein wildfremder Rechtsanwalt namens Dr. König beherrscht daraufhin das Leben von Frau F., die nur eines will: Wieder nach Hause zurückzukehren! Doch Anfang Juli 2009 stirbt sie im Pflegeheim eines jämmerlichen Todes: Sie erstickt während des Fütterns seitens des Pflegepersonals. Und niemand außer ihrem völlig verzweifelten Lebensgefährten hat davon Notiz genommen.

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Dieser von verschiedenen Medien veröffentlichte Hilferuf stammt von einer Psychotherapeutin, welche als bevollmächtigte Tochter mit ihren zwangsentrechteten und fremdbesachwalteten Eltern nach Thailand flüchtete, nachdem u. a. auch der ORF über ihren Fall berichtet hatte:

>Sehr geehrte Damen und Herren!

Unbeachtet von Öffentlichkeit und Politikern nehmen in Österreich Menschenrechtsverletzungen gegenüber alten Menschen (ohne psychiatrische Gutachten oder unter Psychopharmaka stehend werden alte Menschen besachwaltet) in bedrohlichem Ausmaß zu. Meine zahlreichen Appelle an führende Politiker wurden immer wieder mit dem Hinweis, dass die Gerichte autonom wären, abgewiesen. Help TV (ORF 2) hat inzwischen über den Fall meiner Eltern (sie konnten aus einem österreichischen Pflegeheim nach Thailand flüchten) berichtet. 

Der Fall meiner Eltern steht stellvertretend für hunderte ähnliche Schicksale. Alte Menschen werden mit Psychopharmaka künstlich verwirrt, werden entmündigt, in Heime abgeschoben, dort häufig erst zu Pflegefällen gemacht. Man nimmt Ihnen die Würde, die Gehbehelfe, Zähne, die eigenen Kleider. Sie haben weder Anspruch auf medizinische Versorgung noch auf ihre Ersparnisse. Aus Datenschutzgründen darf in diesen Heimen nicht gefilmt werden, wie mir vom ORF mitgeteilt wurde.

In Wien wurden nun mehrere Heimskandale publik gemacht. Da die meisten der Heiminsassen besachwaltet sind, können sich die Pflegeheime hinter den Sachwaltern verstecken. Die Sachwalter, häufig Anwaltsbüros, die bis zu 70 Sachwalterschaften betreuen, kümmern sich in der Regel um nichts. Damit sind die alten Menschen hilflos jeder Willkür ausgesetzt. 

Bitte helfen Sie, diesem Unrecht ein Ende zu setzen!

Mit freundlichem Gruß,

Dr. Ulrike Gogela<

(Deutsches Büro gegen Altersdiskriminierung, 11. 07. 2005)

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Hildegard und Friedrich G. (Name bekannt), ein älteres Ehepaar aus Wien. Nachdem Friedrich G. Anfang April 2008 in einem Wiener Krankenhaus auf Grund von Fahrlässigkeit mit einer lebensgefährlichen Lungenentzündung infiziert wird, lässt eine Ärztin (Name bekannt) über den völlig apathisch im Bett liegenden Mann ein psychiatrisches Gutachten anfertigen und regt über ihn die Sachwalterschaft an, ohne dessen Genesungsprozess abzuwarten.

Ende Juli 2008 dringen zwei unbekannte Frauen in die Wohnung des Ehepaars ein und stellen ein paar Fragen, ohne irgendwelche Kontaktdaten zu hinterlassen (wie sich erst später herausstellte, handelte es sich um eine Richterin des Bezirksgerichts und deren Mitarbeiterin). Zwei Wochen später meldet sich ein fremder Rechtsanwalt bei der Familie, welcher sich als Sachwalter über Friedrich G. ausgibt. In weiterer Folge beantragt dieser auch über die noch völlig selbstständige Ehefrau des Zwangsentrechteten die Sachwalterschaft, ohne diese persönlich zu kennen! Etwa zwei Wochen später wird die bitterlich weinende Hildegard G. vor den Augen ihrer entsetzten Tochter sowie eines von dieser engagierten Rechtsanwalts von jener Richterin des Bezirksgerichtes Wien-Meidling zwangsentrechtet und unter Missachtung des Willens einer ganzen Familie sowie der ihrer Tochter bereits lange zuvor ausgestellten Vorsorgevollmachten dem fremden Rechtsanwalt ausgeliefert, obschon sich Frau G. verzweifelt dagegen wehrt.

Am 18. Oktober 2008 wird Friedrich G. vom Zwangssachwalter brutal von seiner langjährigen Ehefrau weggerissen und gegen den Willen der ganzen Familie in ein Pflegeheim zwangsdeportiert. Nur mit der dankenswerten Hilfe einer mitfühlenden Oberärztin des Pflegeheims und des damals noch amtierenden Pflege-Ombudsmannes Dr. Werner Vogt gelingt es schließlich nach Wochen, den schwer traumatisierten Friedrich G. wieder zurück nach Hause zu bringen. 

In weiterer Folge flüchtet die Familie vor dem Zwangssachwalter, welcher den Eltern ein ganzes Jahr deren wohlverdientes Pensionsgeld unterschlug, aus ihrem Wohnort Wien, und es ergeht in weiterer Folge ein gerichtlicher Fahndungsbefehl; die unbescholtene Familie wird nun auch noch von der Polizei verfolgt. Nachdem der Fall von den Medien aufgegriffen wird, gelingt es der Tochter schließlich nach zweieinhalbjährigem Kampf, ihre Eltern zu befreien, welche jedoch kurz danach schwer traumatisiert sterben: http://www.youtube.com/watch?v=aMzCbYFlmV0

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Frau Elfriede S. (Name bekannt) aus Salzburg. Nachdem ihre Großmutter, bei welcher sie als betreuende Angehörige lebt, zwangsentrechtet und in ein Pflegeheim zwangsdeportiert wird und sich ein familienfremder Sachwalter deren Habe bemächtigt (u. a. verschwindet auch das Auto der jungen Frau), flüchtet die schockierte Frau S. nach Holland.

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Weitere Fälle von Zwangsbesachwaltung, bei welchen es sich ausnahmslos um mündige, zivilcouragierte BürgerInnen handelt:

Herr H. (Name bekannt), Elektrotechnik-Meister aus St. Christophen/Niederösterreich, kämpft seit 15 Jahren gegen Grundbuchbetrügereien in Neulengbach. U. a. versucht man den Beschwerdeführer durch Bedrohung mit dessen Zwangsentrechtung durch Sachwalterschaftsmissbrauch zum Schweigen zu bringen.

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Herr R. (Name bekannt), Neulengbach/Niederösterreich, kämpft bereits seit 16 Jahren um Schadenersatz, da er durch ein Bauskandalprojekt geschädigt wurde (Näheres ist auch in diesem Fall amtsbekannt). Da Herr R. von der Justiz bis dato keine Unterstützung erhielt, und er sich deshalb weiter beschweren musste, bedroht man auch ihn mit dessen Zwangsentrechtung.

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Frau M. (Name bekannt), Buchhalterin aus Bürs/Vorarlberg, kämpft seit elf Jahren gegen Testamentsbetrügereien und um Schadenswiedergutmachung sowie Rückgabe ihres Eigentums und wurde auf Grund dessen zwangsbesachwaltet (ihre diesbezüglichen Anzeigen wurden bis dato nicht bearbeitet).

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Frau Dr. XX (Name bekannt), aus Wien. Frau Dr. XX wurde von einem Zahnarzt nach einer fragwürdigen Behandlung am 7. 1. 1992 auf eine Horrorzahlung geklagt und ihre Berufungen dagegen durch Sachwalterschaftsanträge unterdrückt. Als man Anfang Februar 1995 gewaltsam ihre Wohnungstür aufbrechen wollte, floh Frau Dr. XX nach Frankreich, wo sie inzwischen, als in Österreich nach wie vor von einem Rechtsanwalt* Zwangsbesachwaltete, ihr zweites Studium, nämlich Rechtswissenschaften, erfolgreich abschloss.

*Jener Rechtsanwalt verkaufte während deren Abwesenheit gegen ihren Willen ihre Eigentumswohnung und schlägt seither laufend aus dem Verkaufserlös Profit (wodurch das Vermögen der Zwangsbesachwalteten naturgemäß immer weniger wird), während die zwangsbesachwaltete Wohnungseigentümerin bis dato keinen Cent davon gesehen hat.

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Herr DI XX (Name bekannt) deckte vor einigen Jahren grobe Fahrlässigkeiten einer österreichischen Wohnbaugesellschaft auf: Diese ließ Gas-Kombithermen installieren, ohne für ausreichende Abzüge zu sorgen. Herr XX stellte in den Räumlichkeiten stark erhöhte Kohlenmonoxid-Werte fest und klagte die Firma. Im Laufe des Verfahrens wird er zwangsbesachwaltet, und die Sachwalterschaft über ihn wird erst wieder aufgehoben, als er die Anzeige zurückzieht.

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Herr Ing. Anton G. (Name bekannt) aus Linz/Oberösterreich wurde nach dessen brisanten Aufdeckungen unter Angabe fadenscheiniger Gründe zwangsbesachwaltet und in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt zwangsinterniert (zu diesem Fall gab es u. a. auch Parlamentarische Anfragen): http://www.youtube.com/watch?v=3YUbJlvNBHQ

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Herr Anton S. (Name bekannt), Berufschuloberlehrer aus Sipbachzell/Oberösterreich. Als er an seiner Schule einen Betrug aufdeckt (Veruntreuung von Schülergeldern), bedroht man ihn mit Zwangsbesachwaltung seiner Person, und er wird als unbescholtener Bürger unter Anwendung von Polizeigewalt gegen seinen Willen zu einem psychiatrischen Zwangsgutachten abgeführt: http://www.saubere-haende.org/typo3/index.php?id=128

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Herr Dr. L. (Name bekannt) aus Wien wurde in einem Verfahren am Landesgericht für Strafsachen in Wien nach völlig unzureichenden Ermittlungen wegen strafbarer Tatbestände angeklagt, wogegen Dr. L. einen umfangreichen und klar belegten Einspruch erhob. In weiterer Folge wollte eine Richterin die Verhandlungsfähigkeit von Dr. L. durch einen psychiatrischen Sachverständigen beurteilen lassen. Dr. L. lehnte dies jedoch ab und ließ von einem renommierten Fachmann ein psychiatrisches Privatgutachten erstellen, in welchem die volle Verhandlungsfähigkeit von Dr. L. bestätigt wurde.

Trotz dessen wurde Dr. L. zwei Wochen später plötzlich mit polizeilicher Zwangsgewalt aus seiner Wohnung geholt und gegen seinen Willen zu einem psychiatrischen Zwangsgutachten genötigt, bei welchem er die Aussage verweigerte und in weiterer Folge eine Grundrechtsbeschwerde beim OGH tätigte, welche letztendlich erfolgreich war.

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Frau XX (Name bekannt), Wien. Im Zuge eines Scheidungsverfahrens wurde die intelligente Mittfünfzigerin vor einigen Jahren zwangsbesachwaltet, weil sie bei Gericht angeblich ‚zu viel Emotionen zeigte‘.

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Herrn XX (Name bekannt) aus Wien erging es ebenso. Auch er wurde vor einigen Jahren während eines Scheidungsverfahrens aus ähnlichen Gründen zwangsbesachwaltet.

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Herr Ing. S. (Name bekannt) aus Niederösterreich. Als er sich im Zuge eines Sorgerechtsstreits um sein Kind von einer Purkersdorfer Richterin ungerecht behandelt fühlte, wurde von dieser umgehend die Sachwalterschaft über den bei der österreichischen Flugsicherung arbeitenden Ingenieur verhängt (auch zu diesem Fall gab es bereits Parlamentarische Anfragen). Die Richterin, welche amtsbekannt auch andere mündige BürgerInnen mit Zwangsbesachwaltung bedrohte, ist nach wie vor im Amt.

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Auch Frau Mag. B. (Name bekannt), eine Steuerberaterin aus Wien, wurde im Zuge eines Sorgerechtsstreits um ihre beiden minderjährigen Kinder zwangsbesachwaltet und in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher zwangsinterniert (medienbekannter Fall).

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Frau Herta G. (Name bekannt) aus Ohlsdorf/Oberösterreich wurde im Zuge eines Grundrechtsstreits vor einigen Jahren zwangsbesachwaltet. Die Sachwalterschaft wurde Anfang 2011 nach etlichen Interventionen wieder aufgehoben.

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Frau Claudia B. (Name bekannt) aus Oberpullendorf/Burgenland, wurde als 40-Jährige im Zuge eines Streits um das Besuchsrecht bei ihrer 16-jährigen Tochter zwangsbesachwaltet (Fall u. a. auch dem OLG bekannt).

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Frau XX aus Niederösterreich (Name bekannt). Nach dem Tod ihres Ehegatten regte deren mit einem Psychiater befreundete Schwägerin die Sachwalterschaft über die völlig selbstständig ihren Bauernhof führende Frau mittleren Alters an und verkaufte gegen den Willen der trauernden Witwe deren Landwirtschaft mit über 60 Hektar Grund.

Die Zwangsbesachwaltete muss fortan an ihrem eigenen Wohnsitz als ‚Mieterin‘ unter unvorstellbaren Bedingungen (von der Außenwelt abgeschnitten, kein Telefon mehr usw.) ihr Leben fristen.

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Herr K. (Name bekannt) aus Niederösterreich, Arbeiterkammerrat, engagiert bei den Grünen und in der Väterrechtsbewegung, für welche er Anfang Mai 2012 vor dem St. Pöltner Landesgericht an einem Hungerstreik teilnahm. Anfang August 2012 wurde in den Medien plötzlich über ein am selben Gericht eingeleitetes Zwangsbesachwaltungsverfahren gegen ihn berichtet. Nachdem Herr K. dies an die Öffentlichkeit gebracht hat, spricht man jedoch plötzlich von einem ‚Irrtum‘ und stellt das Verfahren gegen ihn wieder ein.

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Auch der Gründer (Name bekannt) einer Organisation, welche über die Gefahren der Gentechnik informiert, wurde dessen Bericht zufolge vor einigen Jahren mit Zwangsbesachwaltung bedroht, obschon er auch damals internationale Vorträge abhielt!

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5 Kommentare zu “Zwangsentrechtung

  1. Betrifft: Alten- bzw.-Pflegeheim und ist eine Überlegung wert.
    Wenn man bedenkt das ein Pflegeplatz im Monat zwischen 3.000 und 5.ooo Euro kostet.
    Setzen wir doch die Senioren in die Gefängnisse und die Verbrecher in unsere Pflegeheime.
    Durch diesen Wechsel hätten unser Alten Leute täglich kostenlos Zugang zu einer Dusche, zu Arzneimitteln, regelmäßige Zahn- und medizinische Untersuchungen sowie die Möglichkeit zu gesunder Bewegung bei Sparziergängen in einer schönen Außenanlage mit Garten. Sie hätten Anspruch auf Rollstühle usw. und sie würden Geld erhalten, anstatt für ihre Unterbringung Unsummen zu bezahlen. Um im Notfall sofort Hilfe zu bekommen, gäbe es eine ständige Videoüberwachung. Ihre Betten würden zweimal pro Woche neu überzogen und ihre eigene Wäsche regelmäßig und noch kostenlos gewaschen und gebügelt. Sie hätten alle 20 Minuten Besuch vom Wärter und bekämen ihre Mahlzeiten direkt ins Zimmer serviert. Sie hätten einen speziellen Raum, um ihre Familie zu empfangen, zugang zur Bibliothek, zum Gymnastikraum und zum Schwimmbad sowie physikalischer und psychologischer Therapie und sogar das Recht auf kostenlose Weiterbildung. Auf Antrag wären Schlafanzüge, Schuhe, Pantoffeln und sonstige Hilfsmittel legal und erst recht kostenlos. Außerdem hätte jede alte Person Anspruch auf einen eigenen Fernseher ein Radio sowie unbeschränktes Telefonieren.
    Es gäbe einen Direktorenat, um etwaige Klagen anzuhören, Wünsche anzubringen. Außerdem hätten die Überwacher einen Verhaltenskodex zu respektieren.
    Die Verbrecher hingegen bekämen meist kalte, bestenfalls lauwarme Mahlzeiten in einen großen Speisesaal, sie wären einsam und ohne Überwachung sich selbst überlassen. Die Lichter gingen um 20h aus, sie hätten Anspruch auf nur ein Bad in der Woche ( wenn überhaupt), sie lebten in einem kleinen Zimmer und zahlen mindestens € 3000,- pro Monat und das ohne Hoffnung lebend wieder heraus zu kommen!
    Damit gäbe es doch eine gerechte Behhandlung für alle ! Bist auch Du dieser Meinung? Leite diesen Bericht weiter und lasse viele Menschen diese grandiose Idee teilhaben.

    PS: Hätte ich meinen Schwiegervater in einem Gefängnis statt in einem Pflegeheim, wären die Täter, die meinen Schwiegervater einige Rippen gebrochen haben, mehrere Monate später einen Drehbruch am Mittelfinger verursachten,, bestraft worden.
    Ich lasse mir das immer und immer wieder auf der Zunge zergehen, ich sage es langsam und immer wieder;;;;P F L E G E H E I M ,,,, DAS IST ER SICHER GUT AUFGEHOBEN;; und das im Monat um € 3.190,- ATS 43.895,36
    Sollte ich ein Pflegefall werden, BITTE, BITTE, schickt mich ins HÄFN

  2. Irgendwas bei diesem Foto ist komisch, oder?? Ich weiß nicht ob es jemanden auffällt, aber ich weiß Hundert Prozentig das Pflegekräfte einen Dekubitus diesen Ausmaßes OHNE Handschuhe SICHER NICHT angreifen würden!! Wer weiß ob dieses Foto wirklich von dieser besagten Patientin stammt??!!

  3. Warum wird der Fall erst ein Jahr nach dem Tod dieser Frau in die Öffentlichkeit getragen?

  4. Ein Dekubitus kann sehr wohl so groß werden. Lesen Sie mal die Bücher von Fussek. Und bis so eine Sache an die Öffentlichkeit kommt, es dauert bei Sachwalterschaftsmissbrauch eine Weile, bis jemand die Sache angreift, WENN SIE ÜBERHAUPT JEMAND ANGREIFT. Bei anderen Gruppen ist man wesentlich schneller, da brauchen sich Behörden etc. zum Teil gar nichts zuschulden kommen lassen.

  5. Die Bildung einer kriminellen Vereinigung der Täter (Primarärzte, alkoholisierte Partei treue Pflegeheimleitung, Pflegeaufsicht, verantwortliche Politiker…Schwarz, Sobotka.., Staatsanwälte z.B. in Krems, Rechtsanwälte, Polizei, manche BH- Mitarbeiter z. B. Gmünd.. als Handlanger, Bürgermeister, Ortsvorsteher, usw…) ist wie in Ostdeutschland, Hitlerzeit, Nordkorea. Aber, das darf „man“ ja nicht sagen, wir sind ja scheinheilig/doppelmoralig!! Haben wir in Österreich Meinungsfreiheit? Demokratie?? Als Opfer in diesen Sachwalter- Grusel- Behandlungen werden die Familien in Österreich gehetzt und gejagt, eine geschlechtslose Hexenjagd!! Die Pflegeheime erinnern an gewalttätige Drudenhäuser, ältere Frauen sind besonders betroffen, man lässt wehrlose Menschen- die ein Leben lang gearbeitet haben und Österreich wieder mit aufgebaut haben nach dem Krieg- verhungern, verdursten, in den eigenen Exkrementen ausharren, Schläge, Kotschmieren, Zwicken, Schläge, sozial isolieren, keine Hospizbegleitung, Freunde und nahe Angehörige dürfen die Sterbenden nicht besuchen oder sich verabschieden. Man muss sich fürchten, älter zu werden und dieser willkürlichen Gewalt ausgesetzt sein …Hauptsache das Vermögen bekommen die Täter…dafür ist jedes Mittel legitim.
    GOTT SCHÜTZE ÖSTERREICH, wenn das noch geht!!!
    Nachtrag: Bei extremen Eiweiß Mangelödemen, Dauerdurchfall, Diabetes, Knochenerweichung bei unbehandelter Osteoporose im fortgeschrittenen Stadium, Vitaminmangel, Mangel an Mineralien und Spurenelementen, Dehydrierung, Strahlendarm, Strahlentherapie…entstehen Decubiti innerhalb weniger Minuten. Das müssen doch Ärzte, Pflegepersonal wissen. Verantwortung abschieben!!! Wo sind hier die Aufsichtsorgane??? Oder ist alles gewollt??? Angeordnet???
    Pfui, pfui, pfui

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